Qualitätskontrolle

» Unsere hochwertigen Mehle brauchen hochwertige Rohstoffe. «

 

Eingehend geprüftes, einwandfreies Getreide ist die Voraussetzung für beste Mehle und Mehlmischungen. Bei der Übernahme werden aus jeder Lieferung Proben entnommen. Im betriebseigenen Labor wird umgehend das Durchschnittsmuster analysiert, um die Rohstofflieferung qualitativ einzustufen. Dieses Muster wird als versiegeltes Rückstellmuster 1 Jahr lang aufbewahrt. Damit wird die Rückverfolgbarkeit des Endproduktes bis zum Ersterzeuger gewährleistet.

 

Untersuchungen

Untersucht werden bei der Übernahme:

Hektolitergewicht - spezifisches Gewicht (in kg/hl)

Das Hektolitergewicht gilt als Indikator für die Mehlausbeute. Es wird durch Wiegen ermittelt. Jede Getreidesorte hat ein Gewicht, das sich innerhalb eines spezifischen Bereiches bewegt.

  • Brot-Weizen: 72–84 kg/hl (Qualitätsweizen > 80 kg/hl)
  • Futter-Weizen: 65-75 kg/hl
  • Roggen: 70–77 kg/hl
  • Gerste: 60–75 kg/hl

Proteingehalt bei Weizen (in %)

Der Proteingehalt gilt als wichtiges Merkmal für den Getreideaufkauf, da mit diesem Parameter die Einteilung in die unterschiedlichen Qualitätsklassen - Premium-, Qualitäts-, Mahl- oder Futterweizen - vorgenommen wird. Der Proteingehalt ist stark vom Standort und der Bewirtschaftung der Anbauflächen beeinflusst.

  • Proteingehalt Premiumweizen: > 15 %
  • Proteingehalt Qualitätsweizen: > 14 %
  • Proteingehalt Mahlweizen: > 12,5 %

Der Proteingehalt im Getreide wird anhand der Nah-Infrarot-Reflektions-Analyse (NIR-Gerät) ermittelt. Dabei wird die Probe „belichtet“. Aus den unterschiedlichen Reflexionen errechnet das Gerät direkt den Proteingehalt. So können in wenigen Minuten gute Anhaltswerte ermittelt werden.

 

 

Feuchtigkeitsgehalt (in sek.)

Die Bestimmung der Feuchtigkeit wird benötigt, um die Lagerfähigkeit des Getreides festzustellen. Der Feuchtegehalt wird ebenfalls mit dem NIR-Verfahren (siehe Proteingehalt) gemessen. Dabei wird die Feuchte über die elektrische Leitfähigkeit des Produkts bestimmt. Der Vorteil bei dieser Methode ist der äußerst geringe Zeitaufwand.

Fallzahl (in sek.)

Die Fallzahl ist eine Angabe zur Backfähigkeit von Mehl. Sie gibt Auskunft über die Widerstandsfähigkeit verkleisterter Stärke gegenüber ihrem Abbau durch Enzyme. Beste Backergebnisse gibt es mit Fallzahlen von 250 - 300 s bei Weizenmehl und 150-180 s bei Roggenmehl. Sind die Fallzahlen zu hoch (>400 s), ist das Backergebnis schlecht, da der Teig zu zäh ist und zu wenig Gasbildungsvermögen für Triebmittel besitzt. Niedrige Fallzahlen bedeuten, dass keine oder nur eine schlechte Backfähigkeit gegeben ist.

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Besatz

Besatz sind die unerwünschten Bestandteile einer Getreidepartie. Man unterscheidet Korn- und Schwarzbesatz. Zum Kornbesatz zählen Schmachtkorn, Bruchkorn, Körner mit Auswuchs, Fremdgetreide, Schädlingsfraß, Körner mit Keimverfärbungen und durch Trocknung überhitzte Körner. Als Schwarzbesatz gelten verdorbene Körner, Unkrautsamen, Mutterkorn, Brandbutten, Verunreinigungen (Staub, Steine, Metallteile, Stroh) und Spelzen sowie tierischer Befall wie Insekten und Insektenteile. Der festgestellte Besatz muss vor der Einlagerung und Vermahlung entfernt werden.

 

Pestizidkontrolle

Aus mehreren Anlieferungen, die in eine Silozelle gehen wird ein Durchschnittsmuster entnommen und von einem befugten Labor auf Pestizidrückstände kontrolliert. Somit kann sichergestellt werden, dass Vermischung mit konventioneller Ware unmöglich bleibt.

BIO Zertifikate

Eine Reihe national und international gültiger Zertifikate gewährleisten die Einhaltung der hohen Standards bei der Qualitätskontrolle.

Zertifikat IFS

IFS

Um den International Food Standard (IFS) zu erfüllen, muss die Sicherheit der Produkte, die verkauft werden, garantiert werden. Der IFS hilft alle gesetzlichen Nahrungsmittelsicherheitsvoraussetzungen zu erfüllen, erläutert allgemeine Anforderungen für die Lieferanten und liefert konkrete und überzeugende Antworten auf die hohen Sicherheitserwartungen der Kunden.

EU BIO-Zertifikat

EU Bio-Zeichen

Das "EU-Bio-Zeichen" garantiert die Bio-Qualität von Lebensmitteln, die nach den Bestimmungen der EU-Bio-Verordnung hergestellt werden. Als Kriterien für die Vergabe gelten die EU-Verordnungen 2092/91 und 1804/1999, das Logo kann von den staatlich autorisierten Kontrollstellen vergeben werden. Garantiert wird, dass mit diesem Zeichen versehene Produkte zu mindestens 95% aus Bestandteilen biologischer Herkunft bestehen.